OB Nopper empfiehlt der Stadtverwaltung Verzicht auf Gender-Sonderzeichen

„Dies gilt insbesondere dann, wenn wir uns an ein breites Publikum wenden. Viele Menschen empfinden die Behördensprache ohnehin als schwer verständlich und sperrig. Sie sollte durch eine Gendersprache nicht noch schwerer verständlich werden. Als öffentliche Verwaltung sollten wir die Sprache der Bürgerschaft sprechen und die Menschen sollten uns verstehen können.“

Laut Nopper ist die Verwendung einer verständlichen Sprache insbesondere auch deshalb wichtig, weil die Lese- und Textkompetenz seit Jahren abnehme und dies sowohl bei Menschen, die Deutsch als Muttersprache hätten, als auch bei denjenigen, die eine andere Muttersprache hätten. „Eine Gendersprache mit Gender-Sternen, Gender-Doppelpunkten und Gender-Pausen schließt mehr Menschen aus, als – möglicherweise mit guter Absicht – eingeschlossen werden.“ Texte sollten zudem vorlesbar sein, auch mit Blick auf die grundsätzliche Tendenz in den Medien, Texte in vorlesbarer Form zur Verfügung zu stellen.

Quelle: Stadt Stuttgart