Flüchtlingsunterkunft in Schönberg: OB Nopper führt klärende Gespräche mit Bürgerinitiative und Bürgerverein

Die Nutzung dieses Gebäudes als Unterkunft für Geflüchtete hat vor allem im Stadtteil Schönberg Verunsicherung hervorgerufen, insbesondere hinsichtlich der Nutzungsdauer als Flüchtlingsunterkunft. Nopper stellte klar: „Wir werden aller Voraussicht nach das bisherige Haus Schönberg nicht über den 14. Februar 2026 hinaus als Unterkunft für die vom Land zugewiesenen Flüchtlinge nutzen.“

Die beiden Gebäude- und Grundstückseigentümer präsentierten ihre Pläne für eine Seniorenpflege sowie eine Kindertagesstätte am Standort Schönberg. Die Audere Equity GmbH (Fellbach) und die Carestone Group GmbH (Hannover) wollen auf dem Grundstück im Jahr 2026 mit dem Bau einer Seniorenwohn- und Pflegeimmobilie beginnen. Außerdem wollen sie eine Kindertagesstätte errichten. Zum Thema Bauantrag wurde vereinbart, dass Audere und Carestone direkt mit dem Baurechtsamt Kontakt aufnehmen und die anstehenden Fragen klären. Thomas Fuhrmann, Bürgermeister für Wirtschaft, Finanzen und Beteiligungen, hielt fest, dass „beide Projekte unabhängig voneinander“ entwickelt werden.

Horst Lieder, Geschäftsführender Gesellschafter bei der Audere Equity GmbH, erklärte nach dem Gespräch: „Audere und ihr Projektpartner Carestone freuen sich, in den Gesprächen mit der Stadt Stuttgart unter Regie von Herrn Oberbürgermeister Dr. Nopper am 1.7.2024 den Weg eröffnet zu haben, in einem konstruktiven Dialog mit den Fachbehörden den Planungsprozess für die Schaffung altersgerechten Wohnraums und einer den heutigen Standards entsprechenden Kindertagesstätte in die Genehmigungsreife bringen zu können. Dies bedeutet Planungssicherheit für die Neubebauung nach Beendigung der Interimsnutzung ab dem ersten Quartal 2026.“

Ralf Licht, Chief Development Officer (CDO) der Carestone Gruppe, bestätigte: „Carestone hält weiterhin an den Plänen fest, den altersgerechten Wohnraum in Stuttgart-Schönberg nachhaltig und bedarfsgerecht zu realisieren. Wir sind überzeugt, dass unser Projekt einen positiven Beitrag leisten wird, um das Quartier zukunftsfähig und generationsübergreifend attraktiv zu gestalten. Entsprechend treiben wir das Planungskonzept mit unserem Projektpartner Audere weiter voran.“

Der Sprecher der Bürgerinitiative „Zukunft Schönberg“ Prof. Rainer Schnauffer richtete einen ausdrücklichen Dank für sein „herausragendes Engagement in dieser Sache“ an OB Nopper: „Es war sein Verdienst und förderlich, dass sich die Parteien getroffen und ausgetauscht haben. Wir erwarten nun Verbindlichkeit, unter anderem was das sichere Ende des Mietvertrags anbelangt. Wir erwarten auch, dass die Investoren zügig den Bauantrag einreichen, damit die Stadt mit einer zügigen Bearbeitung beginnen kann.“

Für den Bürgerverein Schönberg erklärte dessen Vorsitzender Veit Mathauer: „Wenn die Pläne der Investoren so, wie sie heute beschrieben wurden, umgesetzt werden, können das neue Seniorenheim und der neue Kindergarten den Schönberg bereichern. Wir vertrauen darauf, dass diese Pläne nicht verändert werden und dass mit dem Rückbau bzw. dem Neubau 2026 begonnen werden kann. Der Bürgerverein Schönberg wird das Projekt weiterhin kritisch verfolgen.“

Quelle: Stadt Stuttgart