Stuttgart wird „Energiekommune des Monats“ – Agentur für Erneuerbare Energien würdigt umfassendes Engagement für Klimaschutz und Energiewende

Die Landeshauptstadt Stuttgart verfolgt das Ziel, bis 2035 klimaneutral zu werden. Dafür investiert die Stadt seit Jahren in ein umfassendes Maßnahmenpaket: Neubauten entstehen im Plusenergiestandard, bestehende Gebäude werden ganzheitlich saniert, erneuerbare Energien ausgebaut und eine vielfältige Förderlandschaft für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Vereine bereitgestellt. Bildungsprojekte sollen junge Menschen frühzeitig für Energie- und Klimathemen sensibilisieren.

Ein wesentlicher Baustein ist zudem die kommunale Wärmeplanung, die den strategischen Rahmen für die Wärmewende in der gesamten Stadt schafft. Gleichzeitig setzt Stuttgart mit nachhaltigen Quartiersentwicklungen wie im NeckarPark wichtige Impulse, bei denen ökologische und soziale Aspekte gemeinsam gedacht werden.

AEE würdigt Stuttgarts Gesamtansatz

Die Bemühungen der Stadt münden nun in einer besonderen Anerkennung: Die Landeshauptstadt Stuttgart freut sich über die Auszeichnung als „Energiekommune des Monats Dezember“ durch die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE). Gewürdigt wird das umfassende Engagement der Stadt für Klimaschutz, Energiewende und nachhaltige Stadtentwicklung.

Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt, sieht in der Auszeichnung eine Anerkennung der langjährigen städtischen Arbeit: „Stuttgart zeigt, dass eine erfolgreiche Energiewende auf Kontinuität, gemeinsamer Verantwortung und stetigem Austausch beruht. Die Auszeichnung ist für uns Ansporn, diesen Weg weiterzugehen.“

Internationale Zusammenarbeit als Stärke

Eine wichtige Rolle bei der Auszeichnung spielte auch Stuttgarts internationales Engagement. Die Stadt pflegt internationale Partnerschaften, um interkulturellen Austausch und Wissenstransfer zu stärken – denn Herau­sforderungen der Energie- und Klimapolitik enden nicht an geographischen Grenzen. Erfolgreiche Lösungen entstehen dort, wo Kommunen Erfahrungen teilen und voneinander lernen. Genau dieser Ansatz wurde im von der AEE betreuten Projekt „Energiewende Partnerstadt 3.0“ umgesetzt. Es entstand eine Energiepartnerschaft zwischen der Stadt Stuttgart und der moldawischen Stadt Bălți.

Die Kooperation zeigt, wie kommunale Energiewende durch internationalen Austausch gestärkt und europäische Zusammenarbeit auf lokaler Ebene konkret gestaltet werden kann: Stuttgart teilt seine Erfahrungen im kommunalen Energiemanagement, etwa in gemeinsamen Workshops, während die Stadt von den Perspektiven und Herausforderungen der Partnerstadt in Moldau profitiert. Daraus entwickelte Bălți eine eigene Energierichtlinie und es wurden erstmals Energiemanagerinnen eingestellt, die die lokale Energiepolitik weiterentwickeln. Damit unterstützt das Projekt nicht nur die lokale Energiewende, sondern stärkt auch die europäische Integration der Republik Moldau, indem europäische Standards und Lösungsmodelle anwendbar werden.

Der Leiter des Amts für Umweltschutz, Andreas Neft, betont die Bedeutung solcher Projekte:
„Ob lokal oder international – Energiewende gelingt nur gemeinsam. Der Austausch mit anderen Kommunen zeigt, wie wichtig es ist, voneinander zu lernen und grenzüberschreitend zusammenzuarbeiten.“

Quelle: Stadt Stuttgart