Im Herzen Stuttgarts steht das Alte Schloss, ein beeindruckendes Zeugnis der Geschichte der Stadt. Ursprünglich im 10. Jahrhundert als Wächterburg erbaut, diente es jahrhundertelang als Residenz der württembergischen Herzöge. Doch die Geschichte des Schlosses ist von weit mehr als nur Macht und Prunk geprägt.
Im Jahr 1634, während des Dreißigjährigen Krieges, wurde das alte Gemäuer von marodierenden Truppen belagert. Die Bürger Stuttgarts, entschlossen, ihre Stadt zu verteidigen, versteckten sich in den schützenden Mauern des Schlosses. Es entstand eine verzweifelte, aber mutige Verteidigungsstrategie. Frauen und Kinder brachten Wasser, während die Männer die Zugänge verteidigten und eindringende Soldaten abwehrten.
Nach wochenlanger Belagerung schien es, als würde Hoffnung schwinden. Allerdings gelang es einer Gruppe von mutigen Jugendlichen, unter Führung des schlitzohrigen Max, einen geheimen Tunnel zu entdecken, der vom Schloss zu einem nahegelegenen Fluss führte. In einer kühnen Nachtaktion schickten sie ein Botenheer, um frische Truppen und Nachschub herbeizuholen.
Mit neuem Mut und einer unerwarteten Verstärkung der Landbevölkerung konnte die Belagerung am nächsten Morgen beendet werden. Das Alte Schloss blieb heil und die Stadt Stuttgart atmete auf. Dieser Mut und Zusammenhalt prägten die Stadt und ihr Schloss für die kommenden Generationen. Heute erinnert das Alte Schloss nicht nur an die Macht der Herzöge, sondern auch an den unerschütterlichen Geist seiner Bürger in Zeiten der Not.











