
Mit der offiziellen Übergabe der ersten Ehrenamtskarten hat die Landeshauptstadt Stuttgart ein starkes Zeichen der Anerkennung für bürgerschaftliches Engagement gesetzt. Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper überreichte die ersten Karten persönlich am 28. Januar im Stuttgarter Rathaus.
OB Nopper sagte: „Die Ehrenamtskarte ist eine Dankeskarte für bürgerschaftliches Engagement. Wir setzen damit ein klares Zeichen der Würdigung und Anerkennung für aktiven Bürger- und Gemeinsinn.“
Erste Engagierte erhalten die Ehrenamtskarte
Die ersten vier Ehrenamtskarten gingen an Greta Acker, die ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolviert, Stefan Molsner vom DJK Sportbund Stuttgart, Johanna Albersmann von der Freiwilligen Feuerwehr Wangen und Christian Siani vom Kamerunischen Kulturverein CamAS Stuttgart e.V.
Greta Acker leistet aktuell ihr Freiwilliges Soziales Jahr in der Freiwilligenagentur Stuttgart. Durch ihren Einsatz übernimmt sie früh Verantwortung, unterstützt die Einrichtung mit ihrer tatkräftigen Arbeit und sammelt dabei wertvolle persönliche wie berufliche Erfahrungen. Das FSJ ist ein wichtiger Baustein zur Förderung des Ehrenamts und eine Investition in eine engagierte Zukunft.
Wer sich bei der Freiwilligen Feuerwehr engagiert so wie Johanna Albersmann steht rund um die Uhr bereit: Die Ehrenamtlichen erhalten eine kontinuierliche Ausbildung, nehmen alle zwei Wochen an regelmäßigen Übungen teil und absolvieren jährlich knapp 100 Einsätze. Zu den Aufgaben zählt nicht nur die Bekämpfung von Bränden, sondern auch die Betreuung von Personen.
Stefan Molsner engagiert sich seit Jahrzehnten mit großer Leidenschaft ehrenamtlich im Sport. Sein Wirken ist geprägt von Verlässlichkeit und dem festen Willen, den Vereins- und Gemeinschaftssport nachhaltig zu stärken. Beim DJK Sportbund Stuttgart setzt er wichtige Impulse, nicht nur als Vorsitzender des Vereins, sondern auch als Leiter der Tischtennis-Abteilung.
Der Kamerunische Kulturverein Stuttgart CamAS e.V. setzt sich unter der Leitung von Christian Siani für interkulturelle Begegnung ein. Mit Kulturveranstaltungen, Sportaktivitäten und Bildungsangeboten baut der Verein Brücken zwischen den Kulturen, fördert das gegenseitige Verständnis und bereichert das gesellschaftliche Leben in der Stadt.
Jetzt beantragen
Die landesweite Ehrenamtskarte ist ein gemeinsames Projekt des Landes Baden‐Württemberg und der teilnehmenden Stadt- und Landkreise. Der Gemeinderat hat die Mitwirkung der Landeshauptstadt Stuttgart einstimmig beschlossen. Die Stadt unterstreicht damit die hohe Bedeutung des freiwilligen Engagements in Bereichen wie Soziales, Sport, Kultur, Umwelt- und Katastrophenschutz. Die Ehrenamtskarte richtet sich an Bürgerinnen und Bürger, die sich überdurchschnittlich ehrenamtlich engagieren.
Die Voraussetzungen für den Erhalt der Ehrenamtskarte hat das Land Baden-Württemberg definiert. Anspruchsberechtigt sind Ehrenamtliche, die sich in den vergangenen zwölf Monaten mindestens 200 Stunden unentgeltlich in einer gemeinnützigen Organisation eingebracht haben. Auch wer sich in dieser Zeit mit mindestens 100 Stunden freiwillig in einem gemeinnützigen Projekt engagiert hat, kann die Karte beantragen. Inhaberinnen und Inhaber der „Juleica“‐Card, Freiwilligendienstleistende sowie Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, des Technischen Hilfswerks und des Katastrophenschutzes haben einen garantierten Anspruch ohne Stundennachweis. Die Ehrenamtskarte kann ausschließlich in der Kommune beantragt werden, in der das Engagement ausgeübt wird – unabhängig vom Wohnort der Antragstellenden.
Vergünstigungen und Vorteile
Als Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung bietet die Karte den Engagierten attraktive Vergünstigungen und Vorteile in zahlreichen Kultur‐, Sport‐ und Bildungseinrichtungen in ganz Baden‐Württemberg. In Stuttgart kommen neben den Akzeptanzstellen des Landes nun auch städtische Angebote hinzu, die Vergünstigungen einräumen und exklusive Veranstaltungen anbieten. Dazu gehören die Eiswelt auf der Waldau und alle Stuttgarter Hallenbäder, Freibäder und Thermen, in denen Badegäste mit der Ehrenamtskarte ab dem 02. Februar 2026 stets den ermäßigten Tarif bezahlen. Öffentliche Führungen auf den Rathausturm mit Glockenspiel sowie auch städtische Kultureinrichtungen werden sich in Kürze anschließen. Stadtbibliothek, Planetarium und die Stuttgarter Philharmoniker bieten Vergünstigungen an, die sich an bereits bestehenden Ermäßigungen für andere Zielgruppen orientieren.
In den kommenden Monaten plant die Stadtverwaltung, das Netzwerk der Akzeptanzstellen weiter auszubauen. Neben zusätzlichen städtischen Angeboten sollen weitere Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen für eine Beteiligung gewonnen werden. Ziel ist es, den Inhaberinnen und Inhabern der Ehrenamtskarte eine möglichst breite Palette an Vergünstigungen und exklusiven Angeboten anbieten zu können. Interessierte Einrichtungen sind herzlich eingeladen, sich als Akzeptanzstellen anzuschließen und so ihre Wertschätzung zum Ausdruck zu bringen.
Weitere Informationen zur Ehrenamtskarte sind online unter https://www.stuttgart.de/ehrenamtskarte abrufbar.










