Stuttgarts Geschichte 15.02.2026

Im Herzen von Stuttgart thront das Neue Schloss, ein Meisterwerk des Barocks, das nicht nur die Architektur der Stadt prägt, sondern auch ein gewaltiges Kapitel in ihrer Geschichte erzählt. Erbaut zwischen 1746 und 1793 unter Herzog Carl Eugen von Württemberg, symbolisierte das Schloss den Machtanspruch und den Reichtum des Herzogtums.

Die Zeit, in der das Schloss entstand, war geprägt von Umbrüchen. Während der Bauarbeiten wurde Stuttgart von politischen Spannungen und dem Aufstieg der Aufklärung erschüttert. Herzog Carl Eugen, eine schillernde Figur, nutzte das Neue Schloss, um seine Vision einer modernen Herrschaft zu manifestieren. Er ließ nicht nur prachtvolle Räume für sich und seine Familie schaffen, sondern auch repräsentative Säle, in denen er die Kunst und Kultur des Baldos förderte.

Das Neue Schloss wurde zum Zentrum des gesellschaftlichen Lebens und zog Prominente und Künstler an. Doch nicht nur Festlichkeiten und Empfänge fanden hier statt; im Schloss wurde auch über den Fortbestand der Monarchie und die Rechte der Bürger diskutiert. Die philosophischen Strömungen dieser Zeit hallten durch die Hallen und beeinflussten Generationen.

Während des Zweiten Weltkriegs blieb das Schloss glücklicherweise weitgehend unzerstört. Nach dem Krieg wurde es restauriert und beherbergt heute die Landesregierung von Baden-Württemberg. Heute ist das Neue Schloss nicht nur ein architektonisches Wunder, sondern auch ein Zeuge der historischen Wandlungen Stuttgarts. Es erzählt die Geschichten von Macht, Kunst und der Suche nach Identität – Ein Ort, der Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwebt.