Erhebliche Verkehrsbehinderungen ab 24. Februar erwartet – IVLZ rechnet mit Mehrverkehr auf den Einfallstraßen 

Mit Beginn der S-Bahn-Sperrung zwischen Waiblingen und Bad Cannstatt ab dem 24. Februar rechnet die Integrierte Verkehrsleitzentrale (IVLZ) insbesondere im morgendlichen Berufsverkehr mit deutlichen Mehrbelastungen auf den Straßen aus dem Rems-Murr-Kreis. Nach Einschätzung der IVLZ wird es infolge des erwarteten Umstiegs vieler Pendlerinnen und Pendler auf das Auto zu erhöhtem Verkehrsaufkommen kommen. Die Staulage dürfte sich ähnlich entwickeln wie bei der Streckensperrung im vergangenen Dezember. Besonders betroffen sein werden voraussichtlich die B14 vor dem Kappelbergtunnel sowie die Verbindung Fellbach – Bad Cannstatt. Ein Teil des Verkehrs aus Richtung Kappelbergtunnel wird sich jedoch auch auf die B10 in Richtung Esslingen und Ludwigsburg verteilen, sodass nicht der gesamte Mehrverkehr auf der B14 (Cannstatter Straße) aufläuft. 

Aktuelle Verkehrssituation nach Rückbau auf zwei Spuren 

In Fahrtrichtung Bad Cannstatt stellt weiterhin das Neckartor mit seinen zwei Fahrstreifen die maßgebliche Engstelle dar. Hier kommt es in den Spitzenstunden regelmäßig zu Rückstau bis auf Höhe Landtag. Die Zweispurigkeit der Cannstatter Straße stadtauswärts hat diese Situation nach Einschätzung der IVLZ nicht zusätzlich verschärft. In Fahrtrichtung Innenstadt war es zu Beginn der Baumaßnahme am Nesenbachkanal zu erhöhtem Stauaufkommen gekommen; inzwischen hat sich die Lage nach Beobachtung der IVLZ wieder beruhigt. Der Schwanenplatztunnel ist derzeit nahezu staufrei. Allerdings wirkt sich aktuell eine weitere Baumaßnahme auf das Verkehrsgeschehen aus: Der Umbau des Knotenpunkts B10/B14 (Uferstraße/Poststraße) führt in den Spitzenzeiten zu Rückstau bis zum Dreieck NeckarPark. Ab der Poststraße besteht wieder freie Fahrt in Richtung Cannstatter Straße. Diese Engstelle ist seit heute entfallen. Jetzt wird sich zeigen, wie sich die Verkehrsbelastung in Richtung Innenstadt auf der B14 entwickelt.

Weitere Zunahme des Verkehrs erwartet 

Mit Beginn der Streckensperrung rechnet die IVLZ erneut mit einer deutlichen Zunahme des Verkehrs. Neben den bereits genannten Abschnitten (B14 vor dem Kappelbergtunnel, Fellbach – Bad Cannstatt) ist auch auf der B10/B14 (Uferstraße) sowie auf der B14 (Cannstatter Straße) mit Mehrverkehr zu rechnen. Die derzeitigen Staus im Bereich der Poststraße dürften sich nach Einschätzung der IVLZ künftig weiter in Richtung Leuzetunnel beziehungsweise Cannstatter Straße verlagern. 

Zusätzliche Bauarbeiten im März 

Parallel zur Bahn-Streckensperrung sind im Umfeld der B10/B14 weitere, langfristig geplante Arbeiten an Wochenenden vorgesehen:

  • Fahrbahndeckenerneuerung zwischen Poststraße und Leuzetunnel (Richtung Leuzetunnel) unter Vollsperrung von 6. März abends bis 9. März morgens
  • Fahrbahndeckenerneuerung in Richtung Dreieck NeckarPark von 20. März abends bis 23. März morgens

Zudem sind zur vollständigen Abnahme der Tunnelbetriebstechnik im Schwanenplatz-, Leuze- und Rosensteintunnel Brandversuche erforderlich. Hierfür werden vom 21. bis 23. März sowie vom 28. bis 30. März jeweils nachts einzelne Tunnelröhren gesperrt. Das zuletzt genannte Wochenende dient zugleich als Reservezeitraum für die Fahrbahndeckenerneuerung, falls witterungsbedingt Verzögerungen auftreten. Während dieser Maßnahmen kommt es zu großräumigen Umleitungen, die auch den Schienenersatzverkehr betreffen. Die Arbeiten sind seit Monaten eingeplant und dienen der Fertigstellung des Projekts Leuze-/Rosensteintunnel. Ein weiteres Verschieben ist laut IVLZ nicht möglich. 

IVLZ rät von Ausweichverkehr auf Nebenstrecken ab 

Angesichts der mehr als vierwöchigen Sperrung empfiehlt die IVLZ, nach Möglichkeit auf Alternativen zum Individualverkehr zurückzugreifen. Die Bundesstraßen B10, B14 und B29 bleiben die leistungsfähigsten Zulaufstrecken in Richtung Stuttgart. Ein Ausweichen auf Neben- oder Schleichwege wird ausdrücklich nicht empfohlen. Pendlerinnen und Pendlern wird geraten, Fahrgemeinschaften zu bilden, Homeoffice-Möglichkeiten konsequent zu nutzen, Arbeitszeiten – sofern möglich – zu verlagern oder auf andere Verkehrsmittel wie etwa das Fahrrad umzusteigen. 

Quelle: Stadt Stuttgart