Schulbegleitung: Stadt informiert über Sachstand und Neuordnung 

Die Landeshauptstadt ordnet die Schulbegleitung neu, nachdem sie Anfang des Monats einem Träger fristlos gekündigt hat. Von insgesamt 146 betroffenen Kindern konnten mit Stand Montagabend 45 wieder in den Schulen begleitet werden. Damit wird derzeit rund ein Drittel der Kinder betreut. Die Zahl steigt kontinuierlich, da weitere Einsätze vorbereitet und abgestimmt werden. Um den Schulbesuch zu ermöglichen, unterstützen übergangsweise auch Lehrkräfte, pflegerische Fachkräfte sowie Personal der Nachmittagsbetreuung. Gleichwohl entspricht die Situation noch nicht dem gewohnten Regelbetrieb. Ziel bleibt eine verlässliche, kontinuierliche und qualitativ angemessene Begleitung für jedes einzelne Kind.

Die Landeshauptstadt Stuttgart konzentriert sich mit höchster Priorität darauf, die Versorgung der betroffenen Kinder mit Schulbegleitung schnellstmöglich wieder vollständig sicherzustellen. In der Stadtverwaltung werden derzeit alle personellen und organisatorischen Kräfte gebündelt, um tragfähige Lösungen zu schaffen und den sukzessiven Wiederaufbau der Betreuung zu gewährleisten.

Neuorganisation der Trägerstruktur

Inzwischen wurden Träger gefunden und vertraglich verpflichtet, die perspektivisch die Betreuung aller anspruchsberechtigten Kinder übernehmen werden. Der Übergang erfolgt strukturiert: Neue Schulbegleiterinnen und Schulbegleiter hospitieren zunächst, um ein Matching mit den Kindern sicherzustellen. Gleichzeitig befinden sich einzelne bisher eingesetzte Kräfte im Wechsel vom bisherigen Träger zu neuen Organisationen.

Solange die arbeitsvertraglichen Grundlagen noch nicht vollständig abgeschlossen sind, können diese Personen ihre Tätigkeit noch nicht wieder aufnehmen. Der strukturierte Übergang bietet jedoch auch Stabilität, da es in einzelnen Fällen möglich sein wird, vertraute Bezugspersonen zu halten und so zusätzliche Belastungen für die Kinder zu vermeiden.

Hintergrund der Vertragsbeendigung

Der fristlosen Kündigung des Vertrags mit dem Träger lagen Verfehlungen im Abrechnungsprozess zugrunde. Diese begründeten erhebliche Zweifel an der Zuverlässigkeit. Die Verwaltung hat die fachliche Arbeit der eingesetzten Schulbegleiterinnen und Schulbegleiter nie in Frage gestellt. Für die Ämter steht die Unterstützung der Kinder mit besonderem Bedarf im Mittelpunkt. Die schwerwiegenden strukturellen Mängel hatten die Verwaltung gezwungen, die Beauftragung Anfang des Monats fristlos zu beenden. Strafanzeige wurde erstattet. Neue Träger und Leistungserbringer können aber erst mit Beendigung eines bestehenden Vertrags gefunden werden, was im Fokus der Verwaltung steht.

Parallel zur Sicherstellung der Versorgung arbeitet die Verwaltung die Vorgänge chronologisch auf. Ziel ist es, Transparenz gegenüber dem Gemeinderat und der Öffentlichkeit herzustellen. Die zuständigen Bürgermeisterinnen berichten dem Ausschuss für Soziales und Gesundheit am 9. März über den Sachstand und die Entwicklungen. 

Quelle: Stadt Stuttgart