Stuttgart startet erste große digitale Befragung zum Gesundheitsverhalten – 15.000 Bürgerinnen und Bürger eingeladen

Die Landeshauptstadt befragt ab Mitte März Stuttgarterinnen und Stuttgarter zu ihrem Gesundheitsverhalten. Dazu werden 15.000 zufällig aus dem Melderegister ausgewählte Bürgerinnen und Bürger ab 14 Jahren angeschrieben. Der Befragungszeitraum läuft vom 16. März bis zum 20. April. Ziel der Befragung ist es, bestehende Angebote der Gesundheitsförderung noch passgenauer und wirksamer zu gestalten.

Dr. Alexandra Sußmann, Bürgermeisterin für Soziales, Gesundheit und Integration, sagt: „Erfolgreiche kommunale Gesundheitsförderung bedeutet im ersten Schritt zu wissen, wie sich die Stuttgarterinnen und Stuttgart verhalten. Dann können im zweiten Schritt wirksame Maßnahmen umgesetzt werden, die unsere Stadt gesünder machen. Deshalb zählt jede einzelne Teilnahme an dieser ersten groß angelegten Befragung zum Thema Gesundheit.“

Die Erhebung beleuchtet zentrale Aspekte des Alltags und der Lebensweise:

  • Bewegungsverhalten
  • Ernährungsverhalten
  • Substanzkonsum
  • Impfverhalten
  • Soziale Beziehungen

Basierend auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen haben das Amt für Sport und Bewegung, das Gesundheitsamt und das Amt für Soziales und Teilhabe in Kooperation mit dem Statistischen Amt einen kompakten Fragebogen entwickelt.

Dr. Clemens Maier, Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, betont: „Vier Ämter aus zwei Referaten haben unter Federführung des Statistischen Amtes diese digitale Befragung zum Gesundheitsverhalten gemeinsam konzipiert. Das Resultat ist für uns ein Novum und ein weiteres Beispiel für die gelungene ämterübergreifende Zusammenarbeit in unserer Stuttgarter Stadtverwaltung.“

Datenbasierte Grundlage für nachhaltige Gesundheitsplanung

Die Erhebung schafft eine belastbare Datengrundlage für die kommunale Gesundheitsplanung. Die Ergebnisse sollen die Bedarfe der Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger in den Bereichen Bewegungs- und Gesundheitsförderung sowie Prävention sichtbar machen. Dazu gehören Bewegungsprogramme, Ernährungsstrategien, Impfaufklärung, Suchtprävention und psychosoziale Unterstützungsangebote. Über die Kommunale Gesundheitskonferenz mit ihren Gremien und Arbeitskreisen fließen die Ergebnisse direkt in strategische Entscheidungsprozesse ein.

Ressourcen sollen so effizient wie möglich eingesetzt werden. Zudem sollen gesundheitliche Ungleichheiten sichtbarer gemacht und nach Möglichkeit gezielt abgebaut werden.

Die Datenerhebung ist Teil der gesetzlichen Aufgaben der kommunalen Gesundheitsplanung und Gesundheitsberichterstattung gemäß § 6 ÖGD-Gesetz Baden-Württemberg.

Quelle: Stadt Stuttgart