
Die Internationale Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart (IBA’27) und die Landeshauptstadt Stuttgart haben bei einem Pressetermin am Dienstag, 24. März 2026, eine Kooperationsvereinbarung für das mobile Hallenbad »Aquabox« unterzeichnet. Damit ist das Vorhaben eines von nun 37 offiziellen IBA’27-Projekten. Mit dem innerhalb weniger Wochen aus vorgefertigten Holzmodulen errichteten Gebäude entsteht in Stuttgart ein europaweit neuartiger Gebäudetyp: ein versetzbares Hallenbad in Holzmodulbauweise, das flexibel an verschiedenen Standorten eingesetzt werden kann.
Aktuell wird das zweigeschossige Gebäude am Kelterplatz in Stuttgart-Zuffenhausen errichtet und dient dort von Herbst 2026 an als Interimslösung während des Ersatzneubaus des örtlichen Hallenbads. Seine besondere Qualität entfaltet das Projekt über den ersten Einsatz hinaus: Nach Fertigstellung des neuen Hallenbads in Zuffenhausen wird die Aquabox an weitere Standorte innerhalb Stuttgarts versetzt. Als wiederverwendbares Baukastensystem konzipiert, kann sie vollständig rückgebaut und an anderen Standorten erneut aufgebaut werden.
»Mit dem mobilen Hallenbad setzt Stuttgart ein innovatives Zeichen im Bäderbau. Als europaweit erstes Hallenbad in Holzmodulbauweise verbindet das Projekt nachhaltiges und ressourcenschonendes Bauen mit einem hohen Maß an Flexibilität«, sagt Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt der Landeshauptstadt Stuttgart.
Das Projekt steht beispielhaft für zentrale Ziele der IBA’27: nachhaltiges Bauen, flexible Lösungen, innovative Konstruktionen und ein verantwortungsbewusster Umgang mit Gebäuden über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg. Andreas Hofer, Intendant der IBA’27, sagt: »Vor der Herausforderung, die Schwimmbäder aus den 1960er- und 1970er-Jahren zu erneuern, stehen viele Kommunen. Die Aquabox zeigt, wie sich diese Aufgabe sehr intelligent lösen lässt: als mobiles System für temporäre Schwimmbäder, das genau dort eingesetzt werden kann, wo während Sanierungen temporärer Ersatz gebraucht wird.« Dr. Gabriele König, Geschäftsführerin der IBA’27 GmbH ergänzt: »Dass viele Kinder heute nicht mehr schwimmen lernen, beziehungsweise sicher schwimmen können, ist auch auf geschlossene oder fehlende Schwimmbäder zurückzuführen. Das ist zum einen bedauerlich und zum anderen vor allem lebensgefährlich! Die Aquabox ist eine konkrete Antwort darauf: Sie sichert den Schwimmunterricht auch während Sanierungen und sorgt dafür, dass diese wichtige Grundfähigkeit nicht verloren geht.«
Alexander Albrand, Geschäftsführer der Stuttgarter Bäder ergänzt: »Mit dieser temporären Ersatzwasserfläche schaffen wir eine flexible Lösung, um während Sanierungen oder Er-satzneubauten die Schwimmangebote für Schulen, Vereine und die Bevölkerung aufrechtzuerhalten.«
Ernst Ulrich Tillmanns, Geschäftsführender Gesellschafter 4a Architekten GmbH, sagt: »Für uns als Architekten mit Schwerpunkt auf dem Bäderbau ist es eine spannende Aufgabe, die gestalterischen, funktionalen und technischen Anforderungen eines Bades auf ein Modulbaukonzept zu übertragen. Wir sehen große Chancen darin, Themen wie Vorfertigung und Kreislaufwirtschaft in den Bäderbau zu integrieren.«
Joachim Maier, Geschäftsführer der POOL out of the BOX GmbH, sagt: »Ohne Partner, die den Mut aufbringen, neue Wege zu gehen, gibt es keine Innovationen. Daher freut es uns sehr, dass die Stadt Stuttgart bereit war, diesen Weg mit uns zu gehen und den Prototypen der Aquabox zu ermöglichen. Nur so können wir gemeinsam lernen.«
Die Aquabox basiert auf einem hohen Vorfertigungsgrad: Insgesamt 46 Holzmodule wurden weitgehend fertig ausgebaut in Werkhallen produziert und vor Ort innerhalb kurzer Zeit montiert. Diese Bauweise reduziert nicht nur die Bauzeit erheblich, sondern auch Materialverbrauch und Abfall auf der Baustelle. Neben der Konstruktion aus Holz trägt auch die technische Ausstattung zur Klimafreundlichkeit des Projekts bei: Wärmepumpen, eine Lüftungsanlage mit hoher Wärmerückgewinnung sowie eine Photovoltaikanlage auf dem Dach sorgen für einen energieeffizienten Betrieb.
Das Hallenbad verfügt über ein 25-Meter-Becken mit fünf Bahnen sowie einen Bereich mit Hubboden und steht für den Schul-, Vereins- und öffentlichen Badebetrieb zur Verfügung. Bauherrin ist die Landeshauptstadt Stuttgart. Realisiert wird das Projekt durch die POOL out of the BOX GmbH als Totalübernehmerin gemeinsam mit 4a Architekten, Blumer Lehmann sowie weiteren Fachplanungsbüros.
Das Projekt wurde in der jüngsten Sitzung des Aufsichtsrats der IBA’27 GmbH auf Vorschlag des IBA-Kuratoriums offiziell als IBA’27-Projekt aufgenommen. Damit wächst die Zahl der IBA’27-Projekte auf insgesamt 37. Die Inbetriebnahme der Aquabox am Standort Zuffenhausen ist für Herbst 2026 vorgesehen.
Hintergrund
Mit klugen und mutigen Bauprojekten will die Internationale Bauausstellung zeigen, wie das Zusammenleben, Wohnen und Arbeiten in der Region Stuttgart zukünftig funktioniert. 2017 gestartet, arbeitet das IBA’27-Team gemeinsam mit Verwaltungen, Investorinnen, Fachleuten und den Menschen vor Ort an der Umsetzung der besten Ideen. 2027, genau hundert Jahre nach der weltweit beachteten Architekturschau am Stuttgarter Weissenhof, zeigt die IBA’27 ihre Ergebnisse in einer großen Ausstellung.
Gesteuert wird die Bauausstellung von der IBA’27 StadtRegion Stuttgart GmbH. Gesellschafterinnen sind die Landeshauptstadt Stuttgart, der Verband Region Stuttgart und die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH, die Architektenkammer Baden-Württemberg sowie die Universität Stuttgart. Die Gesellschafterinnen übernehmen anteilig die laufende Finanzierung der GmbH. Zusätzliche Unterstützung erhält die IBA’27 vom Land Baden-Württemberg und aus der Wirtschaft. Der Verein IBA’27 Friends e.V. fördert und initiiert Veranstaltungen und Projekte, die die IBA begleiten. Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.iba27.de/#!
Bildmaterial zur Aquabox finden Sie hier: www.iba27.de/pm_aquabox
Die Bilder können im Zusammenhang mit der Berichterstattung zur IBA’27 unter Angabe des jeweiligen Bildnachweises honorarfrei verwendet werden. Den Bildnachweis finden Sie in den Informationen ⓘ rechts oben in der Detaildarstellung der Bilder.

















































































































