
Das Statistische Amt der Landeshauptstadt Stuttgart hat die Kfz-Zulassungszahlen 2025 veröffentlicht. Diese belegen die zunehmende Elektrifizierung der Fahrzeugflotte. Elektrische Pkw weisen erstmals das stärkste Wachstum aller Antriebsarten im Fahrzeugbestand auf. Dieser Trend werde sich in den kommenden Jahren noch verstärken, so die Einschätzung aus dem Team Elektromobilität im Geschäftskreis des Oberbürgermeisters.
„Immer mehr Stuttgarterinnen und Stuttgarter entscheiden sich beim Autokauf für einen elektrischen Antrieb. Das macht die Luft in Stuttgart noch sauberer. Außerdem senken wir unsere Treibhausgase und leisten damit einen Beitrag zum weltweit notwendigen Klimaschutz“, betont Martin Körner, Leiter des OB-Grundsatzreferats für Klimaschutz, Mobilität und Wohnen. „Es gibt einfach gute Argumente für Elektroautos: sie werden immer besser, es gibt in Stuttgart viele Lademöglichkeiten, und es gibt immer mehr bezahlbare Angebote. Das neue Förderprogramm des Bundes setzt einen weiteren Anreiz, sodass wir mit immer mehr Elektroautos in Stuttgart rechnen können.“
Zahl der Elektrofahrzeuge auf Wachstumskurs
Während der Gesamtbestand an Pkw in Stuttgart im vergangenen Jahr um 3.826 auf 293.642 Fahrzeuge zurückging, verzeichneten Elektrofahrzeuge mit einem Plus von 3.899 Fahrzeugen das stärkste Wachstum unter allen Antriebsarten. Auch die Zahl der Hybridfahrzeuge (3.664) und Plug-in-Hybride (579) legte zu, während Fahrzeuge mit Diesel- (-2.878) und Benzinmotor (-8.919) auf Stuttgarts Straßen weniger werden.
Im vergangenen Jahr wurden in Stuttgart insgesamt 34.233 neue Pkw zugelassen. Auf Benziner und Diesel entfielen dabei nur noch etwas mehr als 30 Prozent. Fast 70 Prozent der neu zugelassenen Fahrzeuge fahren mit mindestens einem Elektromotor: 25,9 Prozent entfallen dabei auf Hybridfahrzeuge, 19,4 Prozent waren Plug-In-Hybride. Mit 23,9 Prozent hat der Anteil der Elektroautos einen neuen Höchststand erreicht. Die Stadt rechnet mit einem weiteren Anstieg dieses Wertes. Für 2029 wird ein Anteil von mehr als 50 Prozent erwartet.
Bund will Kauf von E-Autos für Privatpersonen fördern
Diese Entwicklung soll durch Förderprogramme noch weiter verstärkt werden: So kündigte jüngst der Bundesumweltminister ein neues E-Auto-Förderprogramm an, bei dem rückwirkend ab dem 1. Januar 2026 der Kauf von neuen elektrischen Fahrzeugen für Privatpersonen gefördert wird. Die Höhe der Förderung ist dabei sozial gestaffelt und beträgt maximal 6.000 Euro.
Auch für die Installation von Ladeinfrastruktur sind weiterhin Fördermittel verfügbar: das Land Baden-Württemberg verlängerte das Programm Charge@BW, in dem der Aufbau von privater Ladeinfrastruktur in Wohnungseigentümergemeinschaften auch im Jahr 2026 gefördert wird. Die Landeshauptstadt Stuttgart fördert die Installation von Ladepunkten in Kombination mit einer PV-Anlage im Förderprogramm Solaroffensive.














