Stuttgart und Nanjing bekräftigen engere Kooperation in Wirtschaftsthemen

Wirtschaftliche Zusammenarbeit im Fokus

Die Landeshauptstadt Stuttgart und die Hauptstadt der chinesischen Provinz Jiangsu, Nanjing, haben eine gemeinsame Absichtserklärung zur weiteren Vertiefung ihrer über 30-jährigen Partnerschaft unterzeichnet. Die Vereinbarung wurde im Stuttgarter Rathaus von Oberbürgermeister Frank Nopper und seinem Amtskollegen Li Zhongjun unterzeichnet. Ziel ist es, die Zusammenarbeit der beiden Städte insbesondere in wirtschaftlichen und technologischen Zukunftsfeldern auszubauen und die 30-jährige Partnerschaft beider Städte damit in eine neue Ära zu führen.

Vor der Unterzeichnung hatten Vertreter beider Städte bereits wirtschaftliche Themen im neuen Haus des Tourismus diskutiert. Dabei konkretisierte Oberbürgermeister Nopper, wozu man einander im Bereich der Wirtschaft brauche: „Als Kooperati­onspartner, als Abnehmer, als Investoren – zum wechselseitigen Nutzen sowie zu fai­ren Bedingungen und Spielregeln.“ 

Zukunftsthemen für den strukturierten Austausch

Bereits in der Absichtserklärung benannt sind die Themenfelder, in denen das gegenseitige Lernen und der strukturierte Austausch gefördert werden sollen:

  • Wirtschaft und Innovation
  • Künstliche Intelligenz und di­gitale Transformation
  • Zu­kunftsorientierte Mobilitätslö­sungen
  • Klimaschutz und grüne Stadtentwicklung
  • Kul­tur und Kreativwirtschaft
  • Jugendaustausch, insbesondere in den Bereichen Sport und Kultur

Oberbürgermeister Li Zhongjun betonte, dass ein vertieftes gegenseitiges Kennenlernen die Grundlage für künftige Kooperationen bilde. Die Stadt Nanjing blickt auf eine mehr als 3000-jährige Geschichte zurück und zählt heute rund 9,5 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner sowie über eine Million Studierende. Damit gehört sie zu den bedeutenden Wissenschafts- und Innovationsstandorten in China.

Li Zhongjun hob hervor, dass sich in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Unternehmen aus Stuttgart und der Region in Nanjing angesiedelt haben. Während in den frühen Jahren vor allem deutsche Unternehmen ihr Wissen einbrachten, habe sich der Austausch inzwischen zu einem gegenseitigen Wissenstransfer entwickelt.

Delegation besucht zudem Messe, VfB und Mercedes-Benz-Museum

So­wohl beim Wirtschaftsforum am Montag auf der Stuttgarter Messe als auch abends beim chinesischen Neujahrsfest wurden eifrig neue Netze ge­knüpft. Vor der Abreise am Dienstag besuchte die 15-köpfige Delegation, zu der auch der Generalkonsul der Volksrepublik China aus Frankfurt am Main, Huang Yiyang, gehörte, unter anderem noch den VfB Stuttgart sowie das Mercedes-Benz-Museum.

Li Zhongjun bestätigte seinem Stuttgarter Amtskolle­gen einen großen Anteil am Erfolg des gesamten Treffens: „Dass Sie, Herr Nopper, sich persönlich so sehr für die Kooperation eingesetzt haben, hat uns viel bedeutet.“

Quelle: Stadt Stuttgart