„Leerstelle: Handeln? – Wie engagieren wir uns in Zeiten eines erinnerungskulturellen Klimawandels?“ – Erinnern als aktiver Beitrag zur Gegenwart

Die Koordinierungsstelle Erinnerungskultur des Kulturamts lädt gemeinsam mit dem Theater Rampe am Sonntag, 22. März, 11 Uhr, ein zur Veranstaltung „Leerstelle: Handeln? – Wie engagieren wir uns in Zeiten eines erinnerungskulturellen Klimawandels?“. Diese ist Teil der Reihe „Umgeschichten“ bei der sich überregionale Expertinnen der Erinnerungskultur mit lokalen Akteurinnen und Akteuren aus Kunst, Kultur, Bildung, Wissenschaft und zivilgesellschaftlichem Engagement austauschen.

Zu Gast am 22. März ist Jens-Christian Wagner, der als Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora nicht nur für wissenschaftliche und praktische Expertise, sondern auch für eine klare Haltung im Umgang mit Rechtsextremismus und Geschichtsverzerrung steht. Er spricht mit der deutsch-israelischen Choreografin und Tänzerin Smadar Goshen, die in ihrer künstlerischen Arbeit „Passing“ historische Erinnerung mit persönlicher Familiengeschichte verbindet. Weiterer Gast ist Furkan Yüksel, der sich als politischer Bildner und Referent bei der Bildungsstätte Anne Frank unter anderem mit Rassismus und Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft befasst.

In der von der Kulturmanagerin Leyla Ercan moderierten Runde soll nach Perspektiven gesucht werden, die Erinnern nicht nur als Rückblick, sondern als aktiven Beitrag zur Gegenwart verstehen. Welche Rolle spielt die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit für demokratisches Handeln und solidarisches Miteinander in der Gegenwart? Wie kann Erinnerungskultur angesichts des Erstarkens rechter und rechtsextremer Kräfte und umkämpfter Geschichtsbilder wirksam sein?

Im Anschluss an das Podiumsgespräch gibt es die Möglichkeit zum informellen Austausch bei Suppe und Getränken. Der Eintritt zur Veranstaltung im Theater Rampe in der Filderstraße 47 ist frei, um Anmeldung unter  kartentheaterrampede wird gebeten.

Hintergrund

Im Herbst 2025 hat die Koordinierungsstelle Erinnerungskultur des Kulturamts gemeinsam mit dem Theater Rampe die Reihe „Umgeschichten – Perspektiven auf eine transformative Erinnerungskultur“ ins Leben gerufen. Die Veranstaltungen finden an ausgewählten Terminen sonntags um 11 Uhr statt und widmen sich jeweils einem anderen thematischen Schwerpunkt.

Der nachfolgende Termin findet im Mai unter dem Titel „Maloche, Macht und Mütter“ statt und widmet sich dem Thema Gastarbeitergeschichte.

Quelle: Stadt Stuttgart